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Gedichte

Clarine 1

Jetzt verwundet, krank und leidend,
In den schönsten Sommertagen,
Trag ich wieder, Menschen meidend,
Nach dem Wald die bittern Klagen.

Die geschwätzgen Vögel schweigen
Mitleidvoll in meiner Nähe;
In den dunkeln Lindenzweigen
Seufzt es mit bei meinem Wehe.

in dem Tal, auf grünem Platze,
Setz ich jammervoll mich nieder.
Katze, meine schöne Katze!
Jammerts aus den Bergen wider.

Katze, meine schöne Katze,
konntest du mich so verletzen.
Wie mit grimmer Tigerkatze
Mir das arme Herz zerfetzen!

Diese herz war, ernst und trübe,
Längst verschlossen allem Glücke;
Ach, da traf mich neue Liebe,
Denn mich trafen deine Blicke.

Heimlich schienst du zu miauen:
Glaube nicht, dass ich dich kratze,
Wage nur mir zu vertrauen,
Ich bin eine gute Katze.
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Heinrich Heine